Der Förderverein zur Errichtung einer Pflegekammer

Entwicklungsfortschritte zur Einrichtung von Pflegekammern

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Am 12.02.2014 veröffentlichte der Bundesverband Pflegemanagement e. V. in Berlin  eine Pressemitteilung zum Entwicklungsfortschritt zur Einrichtung von Pflegekammern in verschiedenen Bundesländern:

Im Schritt-Tempo in Richtung Pflegekammer. Unterschiedliche Auffassungen in den Bundesländern.


So unterschiedlich die Bundesländer, so unterschiedlich auch ihre Ansätze in Sachen Pflege- kammer. Für Unverständnis und Aufregung sorgt das Ergebnis der Hamburger Umfrage unter Pflegekräften bei den Befürwortern der Pflegekammer. In anderen Bundesländern ist man hier schon wesentlich weiter. Und doch bleibt es ein zähes Ringen um die Schaffung der Pflege- kammern.


Das Ergebnis der Befragung Hamburger Pflegekräfte mag die Kammerbefürworter zunächst zu Recht erschrecken. So wurden im Vorfeld völlig andere Stimmungen wahrgenommen, andere Bundesländer haben völlig andere Ergebnisse aufzuweisen. Es bedarf also der Analyse in einen Bundesland, welches geprägt ist von einer beispiellosen Privatisierungswelle und starkem gewerkschaftlichen Einfluss. Die privatwirtschaftliche Organisation bringt eine klare Gewinn- orientierung mit sich. Mit entsprechenden Auswirkungen auf Vergütung, Personaleinsatz und Arbeitsbelastung. Es ist kein Geheimnis, dass private Arbeitergeber nicht zu den Befürwortern der Pflegekammern gehören. Eine Pflegekammer dient den Pflegebedürftigen und schützt diese vor schlecht qualifizierten oder sogar ungeeigneten Pflegenden. Qualifizierte Mitarbeiter aber haben ihren Preis und können sich negativ auf die Marge auswirken.


Im Süden sieht die Lage ganz anders aus. So haben sich bei einer Umfrage in Bayern 50 % der Befragten für eine Pflegekammer ausgesprochen. 34 % lehnen diese ab und 16 % sind unentschieden oder machten keine Angabe. Die Auswertung der Pflegekammer-Umfrage in Bayern hat gezeigt, dass die Zustimmung zur Pflegekammer umso höher ist, je besser der Informationsstand der Befragten ist. Bei Umfrageteilnehmern, die ihren Informationsstand als „hoch“ einstufen, lag die Zustimmung zur Pflegekammer bei 63 %, bei „mittlerem“ Informationsstand 53 % und nur noch 41 % bei „niedrigem“ Informationsstand. Frau Staats- ministerin Huml hatte die Pflegeverbände wie auch die Vertreter von Arbeitgebern und die Gewerkschaft verdi am 10. Februar 2014 eingeladen, um die Ergebnisse zu diskutieren. Nun soll eine Arbeitsgruppe zusammengestellt werden, um die Möglichkeiten zur Einrichtung einer entsprechenden Interessensvertretung für die Pflege zu prüfen.


Bei den Hamburger Nachbarn in Niedersachsen soll ähnlich wie in Rheinland-Pfalz ein Gremium gebildet werden, das Informationen an die Berufsgruppe der Pflegenden herantragen soll. Alle Verbände der Pflegeberufe, der Förderverein Pflegekammer und die Gewerkschaften wurden aufgefordert dafür jeweils zwei Personen zu benennen. Dieses Gremium (Vorbereitungsdialog Pflegekammer) soll bis 2016 das Gesetzgebungsverfahren begleiten und den Errichtungsausschuss vorbereiten. Zur Erstfinanzierung soll eine Summe in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.


Aktuell startet in Rheinland-Pfalz unter Organisation der Gründungskonferenz eine zweite große Informationswelle zum Thema Pflegekammer. Insgesamt sind mehr als 100 Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte geplant. Die Zusammenarbeit mit den potenziellen Mitgliedern soll intensiviert werden, indem ihre Fragen und Anregungen aufgenommen werden. Parallel dazu werden fachliche Anregungen für Organisationsmodelle einer Pflegekammer seitens der Gründungs- konferenz beraten. Das Heilberufsgesetz liegt zur rechtförmlichen Prüfung dem Justizministerium vor und soll im Frühjahr dem Landtag zugeleitet werden. Anfang 2015 soll der Gründungsausschuss berufen werden.


In Schleswig-Holstein hat am 20. Januar 2014 eine erste Pflegekammerkonferenz unter Mitwirkung aller Beteiligten – Befürworter und Gegner – unter Federführung der Gesundheitsministerin Kristin Alheit stattgefunden. Der Antrag der Opposition, das Vorhaben eine Pflegekammer einzurichten zu stoppen wurde nach einer zweistündigen Landtagsdebatte am 23. Januar 2014 abgelehnt. In einem nächsten Schritt sollen nun bis Ende 2014 ein Errichtungs- ausschuss gegründet und die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Damit gehört Schleswig-Holstein zu den führenden Bundesländern, die sich konkret mit der Einrichtung von Pflegekammern befassen.

Quelle: Bundesverband Pflegemanagement e.V.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 24. Februar 2014 um 11:53 Uhr
 

Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit vom 5. bis 7. Juni 2013 in Berlin

Bundesärztekammer fordert Einrichtung von Pflegekammern!

Vom 5. bis 7. Juni fand der Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit in Berlin statt. Der Kongress gilt als der Treffpunkt für Entscheider aus Gesundheitswirtschaft und Gesundheitspolitik in Deutschland.

Das Thema Pflegekammer war auf dem Kongress in Vorträgen, Diskussionen und bei Austellern vielfach präsent.

In der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses spricht der Gesundheitsminister Daniel Bahr über die Gesundheitswirtschaft und Gesundheitspolitik Deutschlands. Die Pflege und die Pflegenden nehmen einen nicht unerheblichen Raum in dieser Eröffnungsrede ein. Konkrete Aussagen der Bundesregierung zu Konzepten der Pflege, gab es von ihm in diesem Vortrag allerdings nicht. In der anschließenden Podiumsdiskussion zur Gesundheitspolitik in der nächsten Legislaturperiode spricht sich entgegen allen Erwartungen Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (Bundesärztekammer) für die Einrichtungen von Pflegekammern aus.

Enttäuschend war am 2. Kongresstag die Veranstaltung „ Pflege fragt- Politik antwortet! Welche Konzepte haben die Parteien? “. Hier trugen Vertreter des Bundestages (der CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, sowie DIE LINKE) ihre sehr allgemein gehaltenen Konzepte, für die Pflege der Bevölkerung und Pflegenden vor. Anschließend stellten sie sich der Diskussion. Es wurde deutlich, dass alle Volksvertreter kaum über Kenntnisse des, und man hatte den Eindruck auch Interesse am Pflegesystem, verfügen. Besonders die Vertreterin von Bündnis 90/ Die Grünen Frau Elisabeth Scharfenberg, zeigte wenig Sensibilität für die Beiträge zur Situation der Pflege und Pflegenden aus dem Publikum. Die Beiträge aus dem Publikum kamen überwiegend von Pflegedirektoren großer Krankenhäuser und stationären Pflegeeinrichtungen Deutschlands (u.a. Berlin, München).

Erfreulich hingegen war der Vortrag von dem SPD Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. In seinem, sich durch hohe Sachkenntnis auszeichnenden Vortrag zur Situation des Gesundheitswesens in Deutschland, war das Thema Pflege der Wichtigkeit angemessen vertreten. Neben anderen Forderungen wie Mindestbesetzungsstandards gesetzlich zu regeln, sprach sich der Kanzlerkandidat der SPD für eine Selbstverwaltung der Pflege (Pflegekammer) aus.

Mut machte auch der Bericht von Herrn Dr. Jürgen Faltin (Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland Pfalz) in der Veranstaltung „Berufspolitische Perspektive 2020“. Er legte den Sachstand und die Perspektiven der Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland Pfalz dar. Alle wichtigen Parteien Rheinland Pfalz unterstützen die Einrichtung einer Pflegekammer zur Selbstverwaltung der professionell Pflegenden. Er rechnet damit, dass das Gesetzgebungsverfahren Mitte 2014 abgeschlossen sein wird. Nach einer Umfrage des DIP (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung) haben sich 75,8% der professionell Pflegenden in Rheinland Pfalz für eine Pflegekammer ausgesprochen.

Das Fazit der Teilnahme des Kongresses lautet:

Professionell Pflegende benötigen dringender denn je deutschlandweit eine berufliche Interessenvertretung in Form einer Pflegekammer, die neben den Berufsverbänden und Gewerkschaften Lobbypolitik betreibt.

 

 

Keine Eile bei Pflegekammer


In Schleswig-Holstein soll eine Pflegekammer kommen. Das hat die Regierung noch einmal bekräftigt. Doch erst soll es dazu eine Befragung geben.

Kristin Alheit wirbt um Geduld bei den Pflegekräften.

KIEL. Die Regierungskoalition in Schleswig-Holstein hält an ihrem Ziel, die Gründung einer Pflegekammer voranzutreiben, fest. Einen Zeitrahmen gibt es aber noch nicht - Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) warb vor Pflegekräften um Geduld.

"Ich bin lieber Klassenbeste als Klassenerste", sagt Alheit bei einer Veranstaltung des Deutschen Pflegerates vor rund 500 Pflegekräften in Kiel. Ob Schleswig-Holstein tatsächlich das erste Bundesland mit einer Pflegekammer sein wird, ist derzeit offen.

Denn Alheit besteht wie ihre Hamburger Amtskollegin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) auf einer repräsentativen Befragung der Pflegekräfte.

In Schleswig-Holstein sind dafür Mittel im Haushalt eingestellt. Noch steht nicht fest, wann diese Befragung stattfinden wird. In Rheinland-Pfalz werden derzeit die Pflegekräfte zu diesem Thema bereits befragt.

"Schleswig-Holstein wird keine Insel werden"

Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates, warb in Kiel für eine rasche Gründung im Norden. Nach seinem Eindruck steigt auch unter Ärzten zu diesem Thema die Zustimmung.

Kein Verständnis zeigten Westerfellhaus und viele Pflegekräfte in Kiel für Sozialpolitiker von CDU und FDP, die vor einer Zustimmung die Klärung von Detailfragen anmahnten.

Unterstützung erhielt der Pflegerat in seiner Forderung durch den Juristen Professor Gerhard Igl von der Kieler Universität, der keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Zwangsmitgliedschaft sieht.

Vereinzelte Pflegekräfte, die sich in Kiel zur gewünschten Kammergründung äußerten, nannten als für sie angemessene Beitragshöhe rund zehn Euro monatlich. Sie erhoffen sich von einer Kammer eine bessere Vertretung ihrer Interessen und eine zunehmende Wertschätzung.

Quelle: Aerztezeitung

 

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Seit über 80 Jahren registrieren sich Pflegeberufe in Großbritannien. In Deutschland gibt es erstmals seit 2003 eine freiwillige Registrierung. Die Registrierung ist ein erster und wichtiger Schritt zu einer Pflegekammer. Die Forderung nach Errichtung einer Pflegekammer ist nicht neu; bereits 1903 wurde eine Berufsorganisation für Krankenpflegerinnen Deutschlands gefordert.

Die aktuellen und rasanten Strukturveränderungen im Gesundheitswesen verleihen der Dimension der Sicherung der pflegerischen Versorgung für die Gesellschaft eine weiter zunehmende Dringlichkeit. Im internationalen Vergleich ist festzustellen, dass die Pflege in Deutschland eine Schlusslichtposition einnimmt und der europäischen Entwicklung hinterherläuft. In vielen europäischen Staaten gibt es bereits Pflegekammern schon seit Jahren.

Eine Kammer würde viele zukunftsweisende Aufgaben übernehmen. Im Rahmen der demographischen Entwicklung müssen Konzepte erstellt werden, wer, wie und wen pflegen, betreuen und versorgen soll. Anhand valider Zahlen über Berufsangehörige und deren Struktur, wäre eine vernünftige Ressourcenplanung für die Pflege in der Zukunft möglich. Es könnte z. B. verdeutlicht werden, dass der ständige Abbau von Ausbildungsplätzen heute, zur katastrophalen Unterversorgung der Menschen von morgen führt.

Eine Pflegekammer hat viele Vorteile, z. B. jede und jeder Berufsangehörige wäre registriert, unterläge der Sicherheit gleicher Qualitätsstandards und hätte eine offizielle Zulassung professionelle Pflege auszuüben. Das wiederum bringt Sicherheit und Qualitätssicherung für die Bevölkerung. Patienten und Angehörige können sicher sein, dass sie von Menschen betreut werden, die sich einer kontinuierlichen Weiterbildung und einer Berufsethik verpflichtet haben.

Zum Wohle aller Menschen ist eine Pflegekammer Hamburg unbedingt notwendig.

 

Argumentationspapier in Schleswig Holstein


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Die Fördervereine zur Errichtung einer Pflegekammer sind bundesweit agierende Vereine, die es sich zur Aufgabe gesetzt haben, eine Pflegekammer in dem jeweiligen Bundesland umzusetzen. Dazu arbeiten sie überwiegend mit den jeweiligen Landespflegeräten zusammen, um dieses Ziel zu erreichen.

Sie sprechen dazu mit Politik, Wissenschaft und der Pflegebasis.